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10 Jahre Fukushima - ÖDP warnt vor Renaissance der Atomkraft

EU pumpt wieder Steuergelder in Bau neuer AKW

Am 11. März jährt sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum zehnten Mal. Bundeskanzlerin Angela Merkel zog danach die Notbremse und kehrte zum Atomausstieg zurück, den CDU/CSU und FDP zuvor außer Kraft gesetzt hatten. Doch die vor zehn Jahren versprochene Umstellung auf erneuerbare Energien ist immer noch nicht weit genug fortgeschritten.

Der ÖDP-Bundesvorsitzende Christian Rechholz erinnert sich noch gut an den Super-GAU von Tschernobyl, der zunächst verheimlicht und verharmlost wurde, auch von der deutschen Bundesregierung. Obwohl man um die Gefahren der Atomkraft wusste, habe man weiter auf die gefährliche Technologie gesetzt. „Bundeskanzlerin Merkel hat sogar den Atomausstieg wieder aufgehoben“, so Rechholz. „Erst nach dem weiteren massiven Unglück in Fukushima war die Bundeskanzlerin zum Umdenken bereit. In weiten Teilen ihrer Partei kritisiert man diese überfällige Entscheidung aber nach wie vor.“

Besonders perfide: Viele Atomkraftlobbyisten behaupten, Kernkraft sei ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie verschweigen, dass Uran aufwändig abgebaut werden muss und nicht nachwächst. Vor allem aber leugnen sie die massiven Gefahren des Atommülls, der viele Generationen belasten wird und die enormen Risiken von Unfällen, wie sich vor zehn Jahren im Hoch-Technologie-Land Japan gezeigt hat. „Die Risiken sind nicht beherrschbar, deswegen ist und bleibt die Atomkraft gefährlich.“ Erst Ende Januar 2021 ist aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim radioaktives Wasser ausgelaufen. Das grün geführte Umweltministerium in Baden-Württemberg verkündete danach, „weder für den Menschen noch für die Umwelt habe es eine Gefahr gegeben.“ 

Symbolbild: jplenjo/Pixabay.com