Stephan Krell kandidiert im Wahlkreis Alzey

Verbot von Firmenspenden, Bildungspolitik und Tierschutz als Ziele

Alzey. Im Wahlkreis 33 Alzey kandidiert der 54järhige Lehrer Stephan Krell aus Alzey-Heimersheim. Krell wurde in Bad Kreuznach geboren und machte dort 1976 Abitur; danach Lehramtsstudium der Fächer Latein und Religion in Mainz; 1984 Ableistung des Grundwehrdienstes; seit 1986 Lehrer an der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch in Ludwigshafen. Der Wahlkreis umfasst die Stadt Alzey und die Verbandsgemeinden Alzey-Land, Wöllstein und Wörrstadt.

„Ich komme aus einem christlichen Elternhaus und erfuhr dort Kirche als Heimat. Vom biblischen Schöpfungsglauben ausgehend habe ich schon immer eine besondere Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung und unserer Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Kindeskinder gespürt. Diese Verantwortung wahrzunehmen ist zunächst einmal zwar Sache jedes einzelnen, aber den entscheidenden Rahmen im Mit- und Gegeneinander der verschiedenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessensgruppen muss die Politik setzten“, stellt Krell seine Motivation für den Einsatz in der ÖDP dar.

 

Die Politik darf keinesfalls in den Verdacht geraten, sich einseitig in den Dienst bestimmter Gruppierungen nehmen zu lassen, so Krell weiter. Doch genau dies geschieht, wenn Politiker von Lobbyisten mit Parteispenden und anderen Gefälligkeiten auf die Seite einseitiger, meist wirtschaftlicher Interessensgruppen gezogen werden und das Gemeinwohl aus dem Blick verlieren.

 

„Gerade diese notwendige Unabhängigkeit von Wirtschafts- und Konzerninteressen hat mich in der ÖDP politisch Heimat finden lassen, ist sie doch die einzige Partei, die Parteispenden von Firmen und Konzernen nicht annimmt (vgl. Atomlaufzeitverlängerung)“, hebt der ÖDP-Kandidat aus Alzey hervor. Vor allem liegt Krell der Tierschutz sehr am Herzen.

Da Krell selbst inzwischen über 20 Jahre als Lehrer "hautnah" Erfahrung mit Bildungspolitik gemacht hat, spart er auch nicht an kritischen Bemerkungen zu gegenwärtigen Tendenzen in Rheinland-Pfalz machen: der Trend geht - er spitzt bewusst zu, um sein Anliegen deutlich zu machen - dahin, nur noch das Abitur als alleinseligmachenden Abschluss gelten zu lassen:

 

„Ideologisch verstärkend wird die ebenso verführerische wie falsche Botschaft verkündet: jeder kann alles erreichen, es kommt nur auf die Art der Vermittlung an, mit der Folge, dass der Druck auf SchülerInnen und LehrerInnen stetig erhöht wird. So schicken die meisten Eltern - verständlicherweise - ihre Kinder zunächst einmal auf das Gymnasium. Die Folgen jedoch sind bedenklich: immer mehr SchülerInnen werden entweder überfordert oder unterfordert, immer weniger SchülerInnen werden so gefördert, wie es ihrer individuellen Veranlagung entspricht - wie auch, wenn das kopflastige Abitur zum allgemeinen Normabschluss erklärt wird.

In den Gesamtschulen sind die mehr praktisch ausgerichteten Abschlüsse der Haupt- und Realschule nur noch Stolpersteine auf dem Weg zum Abitur, verlieren ihren eigenständigen und unersetzlichen Wert, während das Niveau auf der Oberstufe sinkt. Doch dagegen hat die Bildungspolitik ein magisches Zauberwort: individuelles Fördern. Einmal abgesehen davon, dass auch das bestgemeinte Fördern einmal an seine Grenzen stößt, müssten gravierende strukturelle Veränderungen an der Schule vorgenommen werden, die sich das Land bei realistischer Betrachtung nicht leisten kann“, erläutert Krell seine persönliche Position zur Bildungspolitik

 

 

 


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