07.01.2014

ÖDP fordert sofortigen Baustopp

Aus für den Hochmoselübergang?

„Wieder mal hat das Projekt Hochmoselübergang Aufmerksamkeit in der überörtlichen Presse gefunden, konkret wegen der nicht gesicherten Standfestigkeit der Pfeiler auf der linken Moselseite im sogenannten Ürziger Hang. Und was besonders erstaunt: Das Landesamt für Geologie vertritt offen eine von der Regierung abweichende Einstellung und verlangt eine weitere, und zwar hydrogeologische Untersuchung des Untergrundes“, so der Landesverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

„Die Regierung scheint in Bewegung zu kommen“, freut sich der stellvertretende Landesvorsitzende Johannes Schneider (Maring-Noviand, Kreis Bernkastel-Wittlich). „Es wäre mehr als wünschenswert, wenn endlich die Probleme Berücksichtigung fänden, die dieses Vorhaben mit sich bringt, und die von den Umweltverbänden sowie der Bürgerinitiative immer wieder ins Feld geführt wurden,“ betont Schneider.

Für die ÖDP ist es unverständlich, dass der Hochmoselübergang ausgerechnet an der sensibelsten Stelle geplant wurde. „Das widerspricht jeglicher politischen Verantwortung, sowohl in Bezug auf die Sicherheit als auch die Kosten“, bemängelt Landesvorstandsmitglied Dr. Claudius Moseler (Mainz).

Ein sofortiger Baustopp sei unverzichtbar und darüber hinaus die ernsthafte Überlegung angebracht, das Vorhaben endgültig aufzugeben. „Auch wenn schon – zu viel – gebaut wurde: Es wäre immer noch sinnvoller, keine weiteren Steuergelder in das Projekt zu stecken. Denn wir müssen davon ausgehen, dass die zusätzlichen Kosten des Weiterbaus bei weitem höher lägen als ggf. notwendige Rückbaukosten und Schadenersatzansprüche beim Baustopp.“ 

Kategorie: Raumordnung, Verkehr und Energie, Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft, Tourismus und Kultur

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