Unsere Vision für Rheinland-Pfalz: Landtagswahl am 27. März 2011

Eine Umwelt – Pflanzen und Tiere, Gewässer, Boden und Luft, Wälder, Felder und Wiesen, Natur- und Kulturlandschaft -, die als Gottes Schöpfung ihren eigenen Wert besitzt und zu bewahren und zu pflegen ist, die nicht nur der Ausbeute für noch mehr Gut und Geld dient, sondern der Versorgung mit unverfälschten Lebensmitteln und erneuerbaren Energien, und in der Menschen nicht krank werden, sondern Erholung, Kraft und Bereicherung finden.

Eine Demokratie, in der die gewählten Abgeordneten und Regierungsvertreter langfristig und nachhaltig denken und handeln, unabhängig sind von Interessen und Zahlungen einzelner Unternehmen und Interessenverbände, sich stattdessen den Bedürfnissen und dem Willen des von ihnen repräsentierten Wahlvolkes verpflichtet sehen, in der Bürgerinnen und Bürger auch schon im Kindesalter durch Wahlen und direkte Entscheidungen echten Einfluss auf die politischen Entscheidungen nehmen können. Die Bevölkerung ist aufgerufen, verstärkt in politische Parteien einzutreten und dort die politische Entwicklung mit zu gestalten. Nur dadurch können Fehlentwicklungen wie Filz, Kumpanei, Korruption, Erbhöfe etc. erfolgreich aufgearbeitet werden.

Eine Gesellschaft, die Familien – Paarfamilien und Ein-Eltern-Familien - als ihren Kern in den Mittelpunkt stellt, Eltern, Großeltern, Kinder und Jugendliche beachtet, bildet, fördert und unterstützt, ungeborenes Leben schützt, auch Alleinlebende und Kinderlose, Schwache, Menschen mit Behinderungen, Zugewanderte mit ihrer kulturellen Bereicherung unseres Landes akzeptiert und respektiert. Die nicht weiterstrebt nach noch mehr Steigerung des materiellen und finanziellen Überflusses auf Kosten von Umwelt, sozialem Frieden und Ausgleich, körperlicher und seelischer Gesundheit und kultureller, christlich-abendländischer Werte.

Eine Wirtschaft, die geprägt ist von regionalen, dezentralen Zentren zur ortsnahen Versorgung mit kurzen Transportwegen, mit mittelständischen, handwerklichen und landwirtschaftlichen Unternehmen, die einen maßvollen und verträglichen Wohlstand erhält. Die aber nicht für das ungehemmte Wirtschaftswachstum zur Mehrung von Luxus und Bequemlichkeit arbeitet oder allein danach produziert oder damit handelt, was den größten Gewinn bringt, sondern verantwortungsvoll auf umweltverträgliche und sozial-ethische Produktionsweisen, gesundheitsunschädliche Lebensmittel und Güter, reelle Finanztransaktionen und Fairness und Offenheit gegenüber den Konsumenten und die Bedürfnisse der alternden Gesellschaft achtet. Ökologie und Ökonomie sind zwei unabdingbare Voraussetzungen für eine nachhaltige Wirtschaft. Der fehlende Dritte im Bunde ist die Bildung der nachwachsenden Generationen und der eingewanderten neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ohne das Humankapital in der nachwachsenden Bevölkerung zu erschließen, ist nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft nicht denkbar. Eine autarke Energie-Versorgung in Rheinland-Pfalz kann durch forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Speichertechnologien sichergestellt werden.

Beschlossen auf dem Landesparteitag am 23.10.2010 in Worms