ödp - Ökologisch - Demokratische Partei

ödp-Arbeitskreis Bildungspolitik kritisiert Ahnen-Plan zur Abschaffung der Hauptschulen



Nachdem die Hauptschule jahrzehntelang schlecht geredet und zum Auffangbecken für benachteiligte Kinder geworden war, hat Ministerin Doris Ahnen Ende Oktober 2007 das rasche Ende der Hauptschule als eigenständige Schulform verkündet.


Nach Meinung der ödp Rheinland-Pfalz ist diese Entscheidung mangelhaft. Die Abschaffung der Schule löst nicht die Probleme der Kinder und Jugendlichen, die bisher die Hauptschule besucht haben, sondern verschiebt sie nur an einen anderen Ort. Zudem besteht die Gefahr, dass jetzt noch mehr Realschüler als bisher in die Gymnasien gedrängt werden.

Die ödp begrüßt an dem neuen Konzept die Idee einer gemeinsamen Orientierungsstufe. Aber warum sollen nur potentielle Haupt- und Realschüler gemeinsam in kleineren Klassen als bisher unterrichtet werden?  Wir fordern, dass die 2jährige Orientierungsstufe im Anschluss an die Grundschule für alle Kinder gemeinsam angeboten wird und erst danach die Entscheidung für eine weiterführende Schule getroffen wird.

Durch das neue Konzept von Ministerin Ahnen soll die Zahl der Schulabbrecher weiter reduziert werden. Die ödp bezweifelt, dass dies durch eine Verbindung von Haupt- und Realschule zur Realschule plus alleine gelingt. Stattdessen sind individuelle Maßnahmen notwendig, um die unterschiedlichen Lerntypen von Schülern in ihren spezifischen Fähigkeiten zu fördern. Daher fordern wir beispielsweise eine intensive, praxis-orientierte Schulbildung in möglichst kleinen Gruppen für alle Hauptschüler.